Licht unter Bäumen - Bewusst wahrnehmen, genau sehen und kreativ fotografieren im Schwarzwald bis


Die Sonne steht noch tief und wirft lange Schatten über Stämme, Wege und Hänge. Zwischen den Bäumen verändert jedes Wetter den Blick: Morgentau, aufziehender Nebel, dunkle Wolken, ein plötzlicher Lichtstrahl zwischen den Ästen – und kurz darauf strahlender Sonnenschein. Jeder Tag bringt eine andere Stimmung. Mitte April verändert der Frühling den Wald und die hohen Wiesen. Oben am Berg liegt vielleicht noch ein Rest Schnee, doch überall zeigt sich das Neue: junge Blätter an alten Bäumen, Buschwindröschen am Wegrand, frisches Grün überall. Genau darin liegt der Reiz: Die Natur drängt sich nicht auf. Sie ist einfach da. Und wir mittendrin. Mit offenen Sinnen, mit der Kamera und mit der Bereitschaft, genauer hinzusehen.



Zeit für bewusstes Wahrnehmen

Wir treffen uns im Südschwarzwald, um für einige Tage den Blick zu öffnen. Zwischen Wald, Wiesen und wechselndem Licht nehmen wir uns Zeit für das, was oft zu kurz kommt: genau beobachten, bewusster auswählen, Unterschiede erkennen und den eigenen Blick schärfen.


Fotografie als Werkzeug des Sehens

Fotografie ist dabei unser Werkzeug. Nicht, um möglichst viele schöne Bilder zu sammeln. Sondern um den Blick zu schärfen. Um genauer zu beobachten. Um zu verstehen, warum ein Bild wirkt – und warum ein anderes vielleicht nur korrekt aussieht.


Draußen sehen, drinnen verstehen

Wir gehen raus. Auf kleinen Wanderungen durch Wald und Wiesen, zu Lichtungen, Bachläufen, Hängen und alten Bäumen. Dabei suchen wir nicht das perfekte Motiv, sondern üben, bewusster zu sehen: Wie fällt Licht durch Äste? Wo entsteht Ruhe im Bild? Was bringt Bewegung hinein? Wie verändert ein anderer Standpunkt das, was wir wahrnehmen?
Wir achten auf Licht und Schatten, Farbe und Form, Vordergrund und Hintergrund, Linien, Flächen, Details, Durchblicke und Strukturen. Mal arbeiten wir allein, mal in kleinen Gruppen. Immer wieder kommen wir zusammen, schauen auf die Bilder, sprechen darüber und lernen voneinander. So wird sichtbar, wie aus Wahrnehmung Auswahl wird – und aus Auswahl ein Bild.


Fragen, die den Blick verändern

Was trägt ein Bild? Was stört? Was bleibt hängen? Was darf weg? Diese Fragen begleiten uns durch die Woche. Sie führen uns weg vom schnellen Fotografieren und hin zu einem ruhigeren, bewussteren Sehen.



Offen für Kamera und Smartphone

Dabei geht es nicht um technische Perfektion. Eine Kamera ist willkommen. Ein Smartphone auch. Wichtiger als die Ausrüstung ist die Bereitschaft, sich einzulassen: auf die Landschaft, auf fotografische Übungen, auf Bildbesprechungen, auf den Austausch in der Gruppe und auf den eigenen Blick.



Bilder gemeinsam verstehen

Ein wichtiger Teil der Woche sind die gemeinsamen Bildbesprechungen. Wir schauen nicht nur darauf, was fotografiert wurde, sondern auch darauf, wie die Aufnahmen wirken: durch Standpunkt, Auswahl, Reduktion oder durch das, was bewusst offen bleibt. Im Austausch lernen wir, Beobachtungen genauer in Worte zu fassen, Unterschiede wahrzunehmen und den eigenen Blick besser zu verstehen.



Ein klar geführter Lernprozess

Wir arbeiten praktisch und reflektierend. Wir fotografieren draußen, wählen Bilder aus, besprechen sie gemeinsam und sichern unsere Erkenntnisse. So entsteht ein klar geführter Lernprozess, der fotografische Gestaltung mit visueller Wahrnehmung, Konzentration und Kommunikation verbindet. Die Schwerpunkte des Workshops liegen unter anderem auf Farbe, Form, Standpunkt, Ruhe, Bewegung, Reduktion, Freiraum, Bildauswahl und gemeinsamer Reflexion.



Wahrnehmung als berufliche Stärke

Diese Woche ist viel mehr als ein Fotokurs im Schwarzwald. Sie ist eine berufliche Weiterbildung für Menschen, die genauer wahrnehmen, klarer auswählen und bewusster gestalten möchten. Für alle, die in Kommunikation, Gestaltung, Beratung, Bildung, Präsentation, Konzeptarbeit, Marketing, Fotografie oder kreativen Prozessen tätig sind. Und für Menschen, die spüren: Mein Blick ist ein wichtiges Werkzeug – beruflich wie persönlich.



Gut aufgehoben für eine intensive Woche

Unser Zuhause während der Workshopwoche ist Gut Lilienfein in Wieden, im Südschwarzwald. Das 4-Sterne-Haus liegt oben am Berg, ruhig eingebettet in die Landschaft. Für diese Woche haben wir hier einen verlässlichen Ort: zum Ankommen, gemeinsamen Essen, Arbeiten, Austauschen und Sortieren dessen, was draußen sichtbar geworden ist.
Die Lage passt gut zu unserem Vorhaben. Wald, Wiesen, Hänge und Bachläufe liegen nah beieinander – und Licht und Wetter verändern die Landschaft immer wieder neu. So entstehen viele Anlässe, genauer hinzusehen. Was wir draußen wahrnehmen und fotografisch erproben, nehmen wir mit nach innen: zur Bildauswahl, zur gemeinsamen Betrachtung und zum Gespräch darüber, warum eine Aufnahme wirkt.
Auch im Haus finden wir einen passenden Rahmen für konzentriertes Arbeiten: einen gut nutzbaren Raum, gemeinsame Mahlzeiten und genug Ruhe, um die Erfahrungen des Tages zu ordnen. Die Vollverpflegung ist bereits inklusive. Frühstück, Mittagessen und Abendessen geben der Woche Struktur und schaffen Raum für Austausch, Reflexion und alles, was zwischen den Arbeitseinheiten weiterwirkt.



Was wir mitnehmen

Am Ende der Woche nehmen wir nicht einfach Fotos mit nach Hause. Wir nehmen Bilder mit, die zeigen, was in diesen Tagen sichtbar geworden ist: vielleicht eine neue Ruhe, vielleicht mehr Klarheit, vielleicht ein Motiv, das man früher übersehen hätte. Und vor allem nehmen wir einen geschärften Blick mit. Mehr Sicherheit in der Bildauswahl. Mehr Vertrauen in die eigene Wahrnehmung. Und die Erfahrung, dass Sehen nicht nur passiert – sondern sich üben, vertiefen und verändern lässt.


Licht unter Bäumen im Südschwarzwald richtet sich an Menschen, die Fotografie nicht nur als Technik, sondern als Weg zu bewussterem Wahrnehmen erleben möchten. An Menschen, die genauer hinschauen, Bildwirkung besser verstehen und dem eigenen Blick mehr Vertrauen geben wollen. Von der Ostsee nehmen wir nicht nur Bilder mit, sondern auch mehr Klarheit dafür, was unsere Aufmerksamkeit anzieht, was ein Bild besonders macht und was sichtbar wird, wenn wir bewusster wahrnehmen.



Trainerin und Trainer

Swantje Blum iist Art Directorin und Designerin bei YOMOMO, einer Agentur für Kommunikation und Design. Ihren beruflichen Weg begann sie mit dem Fotodesign-Studium an der FH Dortmund, später verlagerte sie ihren Schwerpunkt auf Grafikdesign, visuelle Konzeption und Bildauswahl. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit der Wirkung von Bildern, mit Komposition, Reduktion und der Frage, was ein Bild klar, stimmig und stark macht.

Im Workshop begleitet sie die Teilnehmenden mit einem ruhigen, aufmerksamen Blick – nicht erst beim späteren Betrachten der Bilder, sondern schon draußen, mitten im fotografischen Prozess. Sie unterstützt dabei, genauer hinzusehen, Motive weiterzuentwickeln, neue Möglichkeiten im Bestehenden zu entdecken und Schritt für Schritt sicherer zu werden in dem, was man sieht und wie man darauf fotografisch reagiert. Dabei geht es ihr nicht um Perfektion, sondern um Wahrnehmung, Klarheit und darum, dem eigenen Blick mehr zu vertrauen.

Neben ihrer gestalterischen Arbeit bringt Swantje viel Erfahrung in Beratung, Teamleitung und der Begleitung kreativer Prozesse mit. Als IHK-zertifizierte Kommunikationstrainerin hat sie zudem ein gutes Gespür dafür, Gruppen aufmerksam, klar und wertschätzend zu begleiten. So entsteht ein Rahmen, in dem die Teilnehmenden ihre Wahrnehmung vertiefen, im Tun sicherer werden und den eigenen visuellen Ausdruck bewusster entwickeln können.

André Abbenhaus ist Fotograf, Kreativdirektor und Inhaber von YOMOMO, einer Agentur für Kommunikation und Design. Seit vielen Jahren arbeitet er an der Schnittstelle von Wahrnehmung, Bild, Sprache und Gestaltung. Seine fotografische Arbeit ist geprägt von einem genauen, wachen Blick und von der Überzeugung, dass gute Bilder nicht nur zeigen, was da ist, sondern etwas sichtbar machen.

Im Workshop begleitet er die Teilnehmenden dabei, bewusster zu sehen, klarer zu fotografieren und die eigene Wahrnehmung zu vertiefen. Dabei bringt er nicht nur seine Erfahrung als Fotograf ein, sondern auch sein Wissen aus Konzeption, Kommunikation und Bildsprache. Als IHK-zertifizierter Kommunikationstrainer und systemischer Coach hat er zudem viel Erfahrung darin, Prozesse aufmerksam zu begleiten, Fragen zu stellen und Menschen darin zu unterstützen, den eigenen Blick zu klären und fotografisch umzusetzen.

Besonders wichtig ist André, die Teilnehmenden draußen im Fotografieren zu begleiten: im Wahrnehmen, im Reagieren auf eine Situation, im Wechsel des Standpunkts und im Entdecken dessen, was leicht übersehen wird. Ihn interessiert weniger das Offensichtliche als das, was sich erst beim genaueren Hinsehen zeigt. Im Workshop geht es ihm darum, den Blick beweglicher zu machen, neue Möglichkeiten im Bestehenden zu entdecken und Vertrauen in die eigene fotografische Wahrnehmung zu stärken – aufmerksam, zugewandt und mit Freude am Entdecken. Instagram: @andre_abbenhaus_natur


Wir freuen uns sehr dich im Schwarzwald begrüßen zu dürfen



Gut zu wissen

  • Keine fotografischen Vorkenntnisse erforderlich.

  • Smartphone oder Kamera, wetterfeste Kleidung, ggf. Laptop/Tablet zur Bildauswahl sind Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme.

  • Anreise und erstes Treffen am Abend: So. 18.04.2027, Ende des Workshops: Fr. 23.04.2027 gegen 14 Uhr

  • 12 Teilnehmende.

  • Der Workshop ist aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und der praktischen Übungen im Außenraum nicht barrierefrei. Teilnehmende sollten in der Lage sein, kleinere Strecken bis ca. 5 km auf Naturwegen, im Wald und bei wechselhaftem Wetter eigenständig zurückzulegen. Bei Mobilitätseinschränkungen bitten wir vor der Anmeldung um Rücksprache, damit wir gemeinsam prüfen können, ob eine Teilnahme sinnvoll und sicher möglich ist.

  • Die Arbeitgeberinformationen zur Beantragung dieses Bildungsurlaubs, inklusive dem Stundenplan und wichtigen Informationen, kannst Du herunterladen, wenn Du dem Link in Deiner Bestätigungs-E-Mail folgst. In Deinem persönlichen Konto findest Du auch nach Abschluss der Maßnahme Deine Teilnahmebescheinigung.

  • Wir empfehlen den Abschluss einer Seminar-Rücktrittsversicherung, sofern keine gültige Reise-Rücktrittsversicherung vorliegt. Beispiele in denen erstattet wurde


Anerkannt in folgenden Bundesländern

  • Baden-Württemberg
  • Nordrhein-Westfalen
  • Saarland

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Gut Lilienfein, Wieden

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